Anleger Obere Planitz in Potsdam

Ein Erlebnis der besonderen Art. Bei Stromkilometer 24 auf der Potsdamer Havel hat der Potsdamer Segler-Club Wiking e.V. sein Revier. Die Fahrrinne zu dem Bootshaus ist betont. Für große Boote ist nur bedingt Platz, aber es gibt Gastliegplätze für Boote mit einem Tiefgang bis zu 1,60 m. Wir werden nett empfangen und man ist uns beim Anlegen behilflich und zeigt uns, wo wir anlegen können. Bei der anschließenden Einweisung in die Hafenordnung wird uns erklärt, dass wir uns auf einer Insel befinden.

Der geplante Landgang ist mittels kleiner Stahlkähne selbst zu organisieren. Wobei darauf zu achten ist, dass ein Kahn immer auf der Insel verbleibt und einer an Land. Bei nur 3 vorhandenen Kähnen ist das eine interessante Sache.

Anleger Obere Planitz in Potsdam

Nach der Überfahrt ist man schon fast in der Potsdamer Innenstadt. Nach nur ca. 100 m zu Fuß biegt man in die Dortustraße ein, die in den Bummelboulevard mündet. Hier präsentieren die Händler der Stadt ihre Waren von A wie Antiquitäten bis Z wie Zwiebelkuchen.

Ganz in der Nähe befindet sich auch das beliebte Holländische Viertel. Dieses im Herzen Potsdams gelegene Stadtviertel, wurde zwischen 1733 und 1740 im Zuge der zweiten Stadterweiterung unter Leitung des holländischen Baumeisters Johann Boumann erbaut. Die heutige Mischung von Wohnraum, kleinen Läden, Galerien, Werkstätten, Kneipen, Restaurants und Cafés geben dem Holländischen Viertel ein Flair, das es bei Einwohnern und Touristen gleichermaßen beliebt macht. (Tipps & Infos auf www.hollaendisches-viertel.net)

Nach erlebnisreichen Stunden zogen wir uns müde in Richtung unserer kleinen Insel zurück. Wir waren gespannt, ob sich alle Landgänger an das 2 + 1 Kahnprinzip gehalten hatten und wir nun auch auf unsere Insel kommen würden. Es hatte funktioniert. Für den Ernstfall gibt es jedoch auch eine ganz unpragmatische Lösung:

Anleger Obere Planitz in Potsdam

Mann sollte es also nicht vergessen, sonst treiben einen die lauten Klänge der an Land Gebliebenen aus der Koje.